• Amuse jugeote!

    Nicht erst seitdem es Mode ist habe ich eine große Leidenschaft für's Kochen. Also surfe ich manchmal eher unter kulinarischen Aspekten durch' s www. - under cover und zu meinem reinen Vergnügen.
    Heute habe ich etwas entdeckt, was gut in den Blog passt und hoffen lässt:

    Die ehrwürdige ZEIT hat online das Wort "Kunsthandwerk" überhaupt nicht despektierlich sondern ganz offensichtlich in sehr positivem Sinne verwendet!!!!
    "Kochen ist heute nicht nur ein Handwerk, es ist zum Kunsthandwerk avanciert.So ist es nur konsequent, dass mit der zunehmenden Lust an kulinarischen Feinheiten auch die Food-Fotografie ein neues Niveau erreicht hat." ...
    http://www.zeit.de/lebensart/essen-trinken/2009-11/bg-foodfotografie
    Es geht da um einen neue Fotowettbewerb:
    Der Gastronom und Verleger Jean-Pierre PJ Stéphan hat nun erstmalig einen Wettbewerb speziell für Food-Fotografie ausgerufen. Sein "Festival International de Photographie Culinaire" (9.- 16. November 2009) stellte er unter das Motto "Fische, Muscheln und Krustentiere", eine neunköpfige Jury aus Experten von Kochbuchverlagen, Gastronomie und Fotografie beurteilten die Einsendungen. Die erste Preisträgerin der "Lentille d'Or" (Goldene Linse) ist die Pariser Fotografin Sophie Rolland http://www.sophierolland.com/, die das Festival mit ihrem verwunschenen Bild eines Tintenfischs bezauberte:
    SophieROLLAND
    http://www.festivalphotoculinaire.com/

    Ich entdeckte noch ein anderes Octopuss-Foto im Wettbewerb von dem Fotografen Thomas Dhellemes http://www.thomasdhellemmes.com/accueil.htm, den der Vielarmige zur Schmuckfotografie anregte:

    Thomas-Dhellemmesoben oben

    Da fiel mir unser "alter" Kalamar ein, ausgerüstet mit den Octopussyringen von Ozzi Oswald http://www.craft2eu.net/index.php?id=215 - eine ganze Fotoserie, die ich 2004 machte. Allerdings wurde sie als zu martialisch befunden und durfte nicht, wie ursprünglich gelpant, als Einladungskarte Trends setzen ;-) Nun kommt er hier zu späten Ehren:
    Seite Detail

    Das Monster war abends zur Pasta, geschmort mit Schalotten, Knoblauch, Tomate und dick frischer Petersilie atemberaubend gut - man sollte Kunsthandwerk häufiger kulinarisch aufhübschen - das verträgt sich gut, theoretisch und praktisch!

  • Gijs Bakker zu Besuch

    Hamburgunddesign http://www.hamburgunddesign.de hatte gestern Abend gemeinsam mit dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg http://www.mkg-hamburg.de/mkg.php/de/specials/ den niederländischen Designer Gijs Bakker http://www.gijsbakker.com/ eingeladen, über das Verhältnis von Handwerk und Design in den Niederlanden zu sprechen.

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    Der junge Gijs Bakker damals und der immer noch junge Gijs Bakker heute.

    "Gijs Bakker ist Schmuckkünstler, Designer, Professor der Design Akademie Eindhoven www.designacademy.nl , Mitbegründer des Designer Kollektivs Droog http://www.droog.com/ und Initiator der Schmuckkooperative "Chi ha paura...? http://www.chihapaura.com/ Er ist Produktdesigner und Ideengeber, der Funktionen überdenkt und zum Umgang mit neuen Materialien anregt. Als Vortragender hochgeschätzt, lehrt er an Hochschulen in Europa, Asien und USA." So waren die Einführungsworte von Dr. Rüdiger Joppien, denen er im Laufe des Abends noch viele weitere ausgreifende Lobhudeleien (im positiven Sinn!) folgen ließ, denn Gijs Bakker gehört eher zu den bescheidenen Menschen, wenn es darum geht von den eigenen Taten zu berichten.

    Wobei das auch nicht ganz stimmt, denn genau genommen hat Gijs Bakker das Thema verfehlt. er beschrieb in seinem einstündigen Vortrag in großen Zügen sein bisheriges Lebenswerk ohne allzusehr ins Detail zu gehen. Na gut, er sagte, dass es in Holland keine wirklich nennenswerte kunsthandwerkliche Tradition gäbe... korrigierte sich weil ihm einfiel, dass der Blick auf die niederländische Keramiktradition und das Textile Erbe so eine Behauptung eindeutig widerlegt. Aber es ging ihm darum festzustellen, dass, anders als in England, wo "crafts" bis heute eine große Rolle spielt, in Holland immer eher konzeptionell gedacht wurde. Wenig Platz, wenig Natur und viele Menschen auf kleinem Raum - das machte und macht sehr erfinderisch.

    Erst die Fragen aus dem Publikum konnten ihm eine genauere Aussage zum Verhältnis von Handwerk und Design abringen. Leider gehört er doch zu jenen, die gerne noch die Kunst, das Design, das Kunsthandwerk in getrennte Kanickelställe sperren - und das obwohl er selbst zu den geradezu beispielhaften cross-over Denkern gehört. Es leitet ihn vielleicht die Verwechslung mit der Qualität, dass er seine Kritik des Kunsthandwerks mit dem Fokus auf den Durchschnitt begründet. Es gibt auch durchschnittliche Künstler oder Designer.
    Gijs Bakker sagt, dass die Designer einen offenen, unverstellten Blick auf die Dinge haben und sich überall das Detail oder die Anregung herauspicken, die Potentiale zu haben scheint. Diese verknüpfen sie dann mit neuen Assoziationen, neuen Ideen und/oder neuen Technologien. Dem Kunsthandwerk allein spricht er diese Fähigkeit ab.
    Betrachtet man die jüngsten Entwicklungen, zeigen diese, dass viele Kunsthandwerker ihre handwerkliche Ausbildung durch ein Designstudium, durch Praktika im In- und Ausland, ergänzen, was sie phänomenal qualifiziert. Die Werdegänge (CVs) vieler Protagonisten fordern allen Respekt - da wird unglaublich viel Zeit und Qualität in die Ausbildungen gesteckt. Mit welcher Perspektive?
    Junge Designer bekommen heute fast keine Jobs mehr in der Industrie - sie müssen ihre eigenen kleinen Label gründen, selbst entwerfen, selbst herstellen, selbst vermarkten - alles in einer Hand - wie die Kunsthandwerker schon immer. Erfolge solcher Initiativen wie Designers open oder Blickfang beweisen, wie weit verbreitet das inzwischen ist. Und durchaus auch zu eienr Weltkarriere führen kann.

    Was meint Gijs Bakker zum Trend "Unikatdesign"? Er sagt das sei die "Haute Couture" des sonst doch eher pragmatisch agierenden Designs. Dort werden die Trends gesetzt, die dann im Laufe der Zeit die Massen kompatiblen Produkte beeinflussen. Das Kunsthandwerk hat auch seine "Haute Couture", die gerne auch mal vom Design vereinnahmt wird, weil es wirklich sehr authentisch, besonders und individuell ist. Diese Vokabeln hätten die Vermarkter des aktuellen Premiumdesigns zumindest gerne für sich gepachtet.

    Später beim Abendessen http://www.restaurant-cox.de/ wurde ganz schnell klar, dass Gijs Bakker es garnicht so auf all diese Einordnungen ankommt. Er selber arbeitet intuitiv voran. Im Sommer diesen Jahres hat er sich aus dem Vorstand von DROOG verabschiedet. Für ihn war immer die Kreativität und Originalität des von DROOG http://www.droog.com/ vertretenen Designs das Wichtigste, die Entdeckung und Zusammenarbeit mit talentierten, jungen Designern.
    Nun hat DROOG in New York http://www.droog.com/outlet/droog-new-york/ für sehr viel Geld eine Art "flagshipstore" eröffnet und der kommerzielle Aspekt wurde ihm zu stark - für ihn ein Grund zu gehen. Das nenne ich Idealismus. Den kann sich Gijs Bakker als Designer und Künstler, als Professor und international begehrter Referent und Berater auch leisten. Er räumte ein, dass generell die meisten, auch die viel beachteten, kreativen Initiativen, Aktionen und Events genauso wie die Lebensphilosophien ihrer Protagonisten vor allem auf idealistischer Behauptung beruhen - um die Stabilität des ökonomischen Gerüstes kümmeren sich die wenigsten.
    Heute arbeitet Gijs unter anderem an einem gemeinsamen Projekt mit 60 Designern aus Taiwan, bei dem es um das Selbstverständnis der Taiwanesen in diesen Dingen geht. Er unterstützt sie darin, sich zuerst auf ihre kulturellen Wurzeln zu besinnen um wohlmögliche Traditionen als Inspiration für modernes aber spezifisches Design aus Taiwan zu nutzen. Vermutlich wird man erste Ergebnisse dieser Zusammenarbeit 2010 auf der Mailänder Messe sehen.
    Nichts fürchtet er mehr als die Gleichmacherei der Globalisierung.

    Für sich selbst lässt er alles offen und lacht die immer wieder kehrende Frage nach eigenen Plänen aus. Nichts wird verraten. Immer ist er seinem Instinkt gefolgt, hat Trends gesetzt um sie auch ganz schnell wieder zu verlassen. Andere haben seine Anregungen wie Bälle aufgefangen, gespielt und weiter gekickt - da hatte er schon längst die nächste Idee. Er behauptet sogar, dass es ihn nie wirklich interessiert hätte zu verfolgen was aus all seinen Ideen dann im einzelnen geworden sei. Das neue Jetzt ist immer das Aufregendste. Nennt man so jemanden einen Visionär? Der gerne gut isst und gerne gut trinkt (und dabei memerkenswert bella figura macht)? Der es immer verstanden hat, seine Unabhängigkeit und Freiheit als Designer und Künstler zu bewahren? Der die Welt und ihre Menschen entdeckt, ganz offen, ganz unvoreingenommen? Der allem mit einem wunderbaren Humor begegnet?
    Alles ganz einfach und unkompliziert - das war eine gute Begegnung!


    Noch mehr zu Gijs Bakker:

    http://www.galerie-stuehler.de/bakker/bakker_01.html
    Pinakothek der Moderne, München http://tiny.cc/fZKRb
    http://www.chihapaura.com/

  • unbedingt lesen!

    Forian_Hufnagl
    Heute flatterte mir mit dem Stylepark Newsletter dieses Interview mit Florian Hufnagl, Leiter der Neuen Sammlung an der Pinakothek der Moderne München, auf den virtuellen Schreibtisch: http://tiny.cc/06Jza
    Es ist SEHR lesenswert! Denn wo er recht hat hat er recht!

  • Leipziger Input - Output

    Es lockten das 5. Designers open und die Grassimesse nach Leipzig.
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    Doch bevor wir uns in das Getümmel stürzten machten wir einen Abstecher in das Studio der Keramikerin Susan Heise. Sie ist Absolventin der Keramikklasse an der Burg Giebichenstein und machte dort auch ihr Diplom. Nun erprobt sie die ersten Schritte der Selbständigkeit. Mit ihren wunderbar frischen, strahlend weissen Porzellangefässen, deren Wirkung durch subtile Farbabstufungen grün bis türkiser Seladonglasuren gesteigert wird, kann ihr das nur gelingen. Wir haben gleich etwas eingepackt und werden die Arbeiten von Susan Heise in unserer ersten 2010 Ausstellung bei craft2eu umfassend vorstellen.

    DesignersOpenFromt

    Designers open
    http://www.designersopen.de/ fand in 1A Lage, im Merkurhaus am Eingang der Peterstrasse statt. Über 4 Etagen erstreckte sich das Angebot von circa 150 Designern - Wohnaccessoires, Möbel, Mode, Schmuck und wirklich jede Menge pfiffiger Idde und spannender Konzepte. Die Raum füllende Präsenz der Limousinen eines süddeutschen Autoherstellers im Eingangsbereich konnte nicht darüber hinweg täuschen, dass hier vor allem die frischen, unkonventionellen Ideen zählten. Diplomarbeiten, erste Gehversuche junger Label und schon etwas ambitioniertere Produkte, Design und Herstellung oft aus einer Hand, warben um die Aufmerksamkeit der vielen Besucher. Großes, allgegenwärtiges und übergreifendes Thema waren und sind vielfältige Aspekte von Nachhaltigkeit und Recycling: umdenken und umnutzen: praktisch, humorvoll und sinnlich. Auf der Homepage des Designers open gibt es Verlinkungen zu allen Ausstellern http://tinyurl.com/yzknbo3

    designer_sushi
    Am lustigsten fand ich persönlich die Idee von "Designer Sushi", also Michael Antons, Torsten Klocke und Ruth Maria Sahner www.designer-sushi.de. Hier wurde in kleinen Plastikcontainern (Obstschalen) Kram und Krämchen als Inspirationsfutter für Designer für 3 Euro pro 100 Gramm angeboten:
    "mmmh! designer sushi - Frisch und immer anders! Das Auge isst mit: Mit unterschiedlichen Assoziations-Leckerbissen werden die Sinne angeregt! Jedes ?designer sushi? kann alles sein: Einzelnes, Serie oder Utopie." http://www.designer-sushi.de/sushis.html
    Und die haben dann auch tatsächlich den Hauptpreis gewonnen! http://www.designer-sushi.de/jurypreis.html Herzlichen Glückwunsch!
    Bewertet wurden der Innovationsgehalt, das Erscheinungsbild, die Reproduzierbarkeit und die Nachhaltigkeit eines Produktes oder Projektes.

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    Die Mode des Labels "MILCH" www.milch.mur.at von Cloed Priscilla Baumgartner aus Wien, wurde auch für preiswürdig erklärt. Super chic: Kleidung aus Anzughosen. "Ausgemusterte Ware wird durch das Prinzip des Upcycling in anderem Kontext wieder verwendbar gemacht wie etwa bei der Aneignung Appropriation des klassischen Männeranzugs dessen Verfremdung zu Hosen und Hemdkleidern auch als Genderverwirrspiel verstanden werden kann." Es ist einfach sehr genial die Business-Uniformen unserer Zeit zu ebenso tragbarer wie individueller Mode und Accessoires umzufunktionieren.

    schindelhauer-bike

    Schindelhauer Bikes
    www.schindelhauerbikes.de wurden ebenso ausgezeichnet: Zahnriemenfahrräder!
    "Der Zahnriemen läutet eine neue Ära in der urbanen Fahrradwelt ein. Langlebigkeit, Wartungsfreiheit und Zuverlässigkeit: Der ?Gates Carbon Drive? hat alles!" ...und vor allem sehen die sehr, sehr chic aus! Absolute Garagenware!

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    Einer meiner Favoriten wäre noch die Gruppe um Robert Haslbeck und David Oelschlägel http://aufgestrapstundangefixt.de/index.html gewesen, deren Produktideen geradezu erstaunlich simpel aber intelligent vieles neu sehen und neu nutzen. Während ihres Studiums an der Burg Giebichenstein sind sie als Messeauf- und Abbauer, z.B. mit dem Burg-Designshop, viel unterwegs gewesen und haben die dort gemachten Erfahrungen als Inspiration für ihre Möbel- und Produktkonzepte genutzt. Sie wurden jüngst schon mit dem Culturträger Designpreis ausgezeichnet http://www.culturtraeger.de/05/site/un/kulturfoerderung/index.php

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    Ein kleines Gespräch mit einem der Designers open Veranstalter, Andreas Neubert - strahlend über den spürbaren Erfolg - war auch noch drin. Der Standort war großartig, dennoch wünscht man sich eine permanente Heimat in Leipzig. Die immer wieder neue Suche nach einem geeigneten Veranstaltungsort wird bei zunehmender Größe des Events zur Nervenfrage. Allerdings hat die temporäre Veranstaltung den leerstehenden Immobilien immer Glück gebracht. Alle Standorte konnten nach der der Designers open Nutzung direkt vermietet bzw. verkauft werden, was vorher oft über Jahre nicht möglich war. Andreas Neubert kann sich auch gut vorstellen eine Heimat zu finden, die man evtl. mit anderen Festivals in Leipzig teilen könnte. Im Kino oder Theater werden ja auch immer neue Filme gespielt - warum nicht auch ein Ort für temporäre Kulturprojekte?

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    Die Zeit eilt, auch in Leipzig und vor allem wenn man derart "abgefüllt" wird. Da half nur noch das spontane und totale Kontrastprogramm: "Giselle" in der Leipziger Oper, so wundervoll romantisch, bezaubernd, ästhetisch, herzergreifend und perfekt: http://tinyurl.com/yggmwb2
    Auf unserem Weg ins Bett holte uns dann Designers open wieder ein: lautstarke Party und bunte Mode in Specks Hof machte Stimmung. Wir hatten sonst leider überhaupt keine Zeit uns die vielen Trabanten der Designers open anzuschauen und haben sicher einiges verpasst.

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    Gediegen empfing uns am nächsten Morgen die Grassimesse 2009 im Museum für Angewandte Kunst. http://www.grassimesse.de/ Konzentriert und erlesen präsentierte sich die ebenso maß- wie anspruchsvolle Auswahl der diesjährigen Grassimesse. Es offenbarten sich viele tolle Entdeckungen und Erkenntnisse wie selten zuvor bei einem Ausstellungsbesuch. Schon am 23.10. wurden die Preise vergeben.

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    Der Grassipreis der Anneliese und Carl Goerdeler-Stiftung ging an Laurenz Stockner aus Bozen für Metall/Gerät. http://www.laurenz.it
    Er beginnt wirklich ganz am Anfang, holt wahrhaftig das Erz aus dem Boden und verarbeitet es bis zu einer perfekt getriebenen Schale. Man kann natürlich nur eine schlichte Kupferschale sehen. Wenn man jedoch um den Prozess ihrer Entstehung weiss gewinnt sie an Schönheit und der Betrachter an Ehrfurcht. Was für ein Anachronismus in unserer Zeit? So lange es Menschen gibt die mit ihrem Schaffen kulturelle Wurzeln und Traditionen zeitgemäss deuten und nutzen, können wir sehr dankbar sein. Laurenz Stockner war nicht der einzige auf der Grassimesse, dessen Arbeiten andere Dimensionen der Wahrnehmung offen legten. Verblendet von der Selbstverständlichkeit massenhafter Verfügbarkeit geht uns oft die Sensibilität für das Wesentliche ab. Die Kostbarkeit von Material, von handwerklichem Knowhow, von künstlerischer Begabung, von Zeit und von ihrer aller begrenzten Verfügbarkeit.

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    Da war z.B. eine junge koreanische Studentin aus der Schmuckklasse der Burg Giebichenstein die mir erklärte , dass ihre Kommilitonin Nadja Buttendorf drei Monate gebraucht habe um einen realistischen Axolotl und einen Nachtmull aus Silber zu treiben und zu ziselieren - die, die wir als hässlichste Tiere einstufen - als Schmuckstücke, deren Gestaltung kostbares Material sowie alle Handfertigkeit und Zeit verlangte. Ich staune über junge Menschen, die so viel einsetzen um uns die Augen zu öffnen!

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    Den Grassipreis der Sparkasse Leipzig erhielt Carmen Hauser aus Wiesbaden für ihren Schmuck, der Elemente von Mode und Schmuck kombiniert. http://carmenhauser.de Weisse Kragen, Knopfleisten, Perlmuttknöpfe, Silhouetten, Perlen - ein bisschen 20ger Jahre Look, aber auch eine Moderne die das Label "MILCH" auf der Designers open meint, damenhafter Chic aber auch nonkonformistische Individualität. Carmen Hauser gelingt ein aufregender, stilsicherer Stilmix!

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    Den Grassipreis der TOTAL Deutschland bekam Claudia Küster aus Stralsund. Sie studiert in der Schmuckklasse der Burg Giebichenstein in Halle und stellte ausschliesslich Ringe und Armreifen aus. Formalen Ausgangspunkt bildet eine Ringsammlung aus Fundstücken, also Ready-mades von der Strasse, deren Fundort und Zeit akribisch dokumentiert wurde. Pate für eine Ringserie aus Edelmetallen, teilweise emailliert oder lackiert, standen platt gefahrene, verbogene Getränkedosen-Aufziehösen... Sie wissen was ich meine? In ihrer lapidaren Edelvariante, schmal, farbig, einzig sind sie wunderschöne Schmuckstücke die Geschichten assoziieren, die eher von der schmucklosen Seite des Lebens berichten.

    Hiller9674Hiller_Firassia01Hiller_Tuporas03
    Den Grassipreis der Galerie Slavik, Wien erhielt Mirjam Hiller http://www.mirjam-hiller.com/ aus Potsdam für ihren Schmuck, mit dem sie schon im vergangenen Jahr allein 5 der wichtigsten Auszeichnungen für Schmuck & Kunsthandwerk errang, u.a. den BKV Nachwuchspreis für junges Kunsthandwerk - und 2009 den Innovationspreis auf der Schmuckmesse Inhorgenta. Sie selbst sagt : "Mit meinen Schmuck möchte ich mich nicht nur auf das unmittelbar Sichtbare konzentrieren. Es geht mir darum die Stücke mit etwas Mysteriösem zu füllen, einer geheimnisvollen Energie, die den Betrachter oder Träger immer wieder auffordert herauszufinden, was es damit auf sich hat. Diese nonverbale Kommunikation ist es, die eine Beziehung zwischen Träger und Schmuckstück entstehen lässt."

    Eggimann9652Eggimann9646Eggimann9649
    Marianne Eggimann und ihr skurriles Personal - unikate Porzellanfiguren - bildete quasi, neben dem Silber- und Goldschmiedepaar Ulla & Martin Kaufmann aus Hildesheim, das "Empfangskomittée" der Messe.
    Natürlich gab es nicht nur Schmuck und Gerät. Textil, Keramik, Papier, Holz ...alles hervorragend repräsentiert, auch wenn es in diesem Jahr nur 70 Aussteller waren. Das Niveau war durchgängig von höchster Qualität, im handwerklichen ohnehin aber auch in den Konzepten. Allein das Hinschauen reichte nicht. Im Gespräch eröffneten sich immer neue und überraschende Aspekte die entdeckt werden wollten.
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    Die Perfektion der Exponate, in Gestalt und Ausführung, kann ja auch etwas einschüchterndes haben. Doch wenn man erfährt, wie es z.B. zum Einsatz von neuen Materialien kommt, die einem an sich klassischen Thema eine aufregende neue Wendung geben. Wie in Josephine Lützel's neuer Silberkanne mit Kunststoffknauf. Oder Unk Kraus' Kunststoffketten die auf den ersten Blick die Anmutung kostbaren Perlenschmucks haben. Oder den Ausdruck eines individuellen Charakters in einem Emaillegefäss wie es der jungen Young-I Kim so treffend gelingt.
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    Wenn man von diesen Dingen erfährt, realisiert man wie sehr das gestaltende Handwerk mit Innovation und künstlerischem Denken zu tun hat - auch wenn es Leute gibt die da sehr anderer Meinung sind.

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    Einen Anerkennungspreis für ihr Lebenswerk erhielt die Schmuckgestalterin Gertrud Menzel.
    Geradlinig und konsequent verfolgte sie in den vergangenen Jahrzehnten gewissermassen ein persönliches Konzept von Schmuckarchitektur. Sie konstruiert Geometrische Körper in Silber, Acryl, Lack. Sie montiert und vernietet abstrakte Räume, dominiert von einer Farbe, mit subtiler Struktur oder kaum wahrnehmbarer Mehrfarbigkeit. Andere tragen minimalistische Elemente, geometrisch angeordnete Zeichen, Punkte. Die Strenge überwiegt, die klassische Moderne, Zeitlosigkeit dieser Schmuckstücke die ein ebenso diszipliniertes wie intellektuelles Spiel mit Geometrien, Linien, Punkten, Flächen sind. Ich selber kenne den Schmuck von Gertrud Menzel jetzt 20 Jahre - er erschien mir auf eine gewisse Art immer als der Modernste von allen, in seiner unerschütterlichen Konsequenz und Strenge mal überaus anrührend, mal richtig cool. Ich habe nie herausgefunden ob das von dem Schmuckstück oder von der Tagesform des Betrachters abhängig war. In jedem Fall immer aufregend ihn neu zu sehen. Gertrud Menzel wird im Winter 2009 auch auf der Kunsthandwerkermesse im Museum für Kunst & Gewerbe in Hamburg ausstellen: http://www.kunstundhandwerkmesse.de

    Ich bleibe Ihnen heute viele Geschichten schuldig. Die von Martina Zwölfers hundert Blumen Projekt. Die der spielenden Porzellankinder von Marianne Eggimann. Die der Papierbroschen, des "Fragmentariums" von Beate Eismann. Die der makellosen Zukunftsvison des Lackkünstlers Manfred Schmid. Die der "Retentionen" Colliers von Michaela Kirchner. Die des traurigen aber auch schönen Endes eines Web-Projektes von Andreas Möller. Und noch viel mehr.
    Ein anderes Mal und im nächsten Jahr wieder in Leipzig!


    Objects3 Ein Hinweis sei noch erlaubt: die Zeitschrift "Objects - Journal of Applied Arts" ist mit ihrer 3.Ausgabe erschienen. Wunderbares Layout und Gestaltung, tolle Themenauswahl und Artikel mit Tiefgang - sehr zu empfehlen! Kann man da bestellen und bekommt für 10 Euro serh viel: http://www.illustrative.de/?id=1058
    ...und ich kann verraten, dass ich dort einen Artikel über die "Keramik-Krise" und einen über Kopenhagen geschrieben habe.

  • Origin-a-London

    Das Wohlwollen aller Wettergötter begleitete mich auf meiner Herbstreise nach London...

    Denn die "Origin" Messe des Britsh Crafts Council http://www.craftscouncil.org.uk/origin09 war der Grund mit kleinem Gepäck aufzubrechen und mit großem Gepäck wieder in die Ladengalerie nach Hamburg heimzukehren.
    Wir hatten in den vergangenen Wochen die Ausstellungsthemen und Termine für das kommende Jahr 2010 bei craft2eu erarbeitet und festgelegt. (Die werden immer hier angezeigt und wer sich dafür entscheidet in unserem Verteiler aufgenommen zu werden, bekommt einen Hinweis/ eine Einladung auch vorab per Post zugesandt -> http://www.craft2eu.net/index.php?id=33&L= .)

    Das festzurren des kommenden Jahres ist alle Jahre wieder die Voraussetzung (und auch der Startschuss) für eine gezielte "Trüffelsuche" - ... um das bereits geplante Programm mit zahlreichen neuen, aufregenden Highlights aus ganz Europa (-> craft 2 (to) "EU"(!)) auf den Punkt zu bringen und zu verfeinern.
    London ist auf mehreren Etappen dabei immer die erste Station, selbst wenn man schon einige "Lieblinge" gedanklich über's Jahr mit bei sich trägt. Und genau diese "Lieblinge" geben ja letztlich auch den entscheidenden Impuls für die Themenfindung an sich.
    Denn ein Trend oder ein Thema muss bei craft2eu schon deutlichst spürbar sein, damit es sinnvoll wird ihn/es aufzugreifen und daraus eine craft2eu-Schau/Ausstellung in der gewohnten Qualität zu entwickeln.

    Blog_Hennig_Hybridcoll8p2

    "Origin2 Teil 1 bot viele Neuigkeiten und auch craft2eu Bekanntes. Anke Hennig, Ausstellerin in der verhangenen craft2eu Ausstellung namens "Handarbeit" http://www.craft2eu.net/index.php?id=391&L= zeigte ihren wunderschönen Schmuck sehr erfolgreich und wird ihn vielleicht auch bald in der Londoner Galerie "Flow" und auch wieder bei "craft2eu" zeigen können.
    Virginia Graham http://www.craft2eu.net/index.php?id=394&L= , deren Plätze im Lager von craft2eu wegen ihres Atelier/Studioumzugs fast völlig leergekauft sind, versprach bis Anfang November endlich den lang ersehnten Nachschub zu liefern. Super!
    Viele neue Kontakte wurden geknüpft und Neues (was noch nicht verraten werden soll) für craft2eu ist fest eingeplant - ein bißchen Spannung muss sein!

    Blog_Origin_Intervention-woven_small BlogHybrid_basketry-ketbas

    Als ganz großes Sonderthema der "Origin" wurde Korbflechterei präsentiert. "The Origin Intervention": sehr frei und individuell arbeitende Korbflechter waren von Mary Butcher und dem Crafts Council eingeladen worden um im Rahmen der Messe und auf dem Innenhof des Somersethouse auf gesondert ausgewiesenen Interventionsflächen ihre Werke vorzustellen: http://tinyurl.com/ygksf2m

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    Ausserdem gab es noch ein großes Areal, auf dem man Korbflechtern bei der Arbeit zuschauen konnte und eine erste Einführung in diese Kunst bekam - wie alles in England immer auch ein wenig didaktisch, aber inspirierend und toll gemacht.

    Hier die Liste der ausstellende Flechtkünstler - das Aufknöpfen der Homepages bringt echte Überraschungen, die sich in der Enge des Messeareals leider nicht so erleben liessen. Die Neugierde wird also belohnt!

    Blog_Rendel_OrganicSac04Blog_Murton_indevelopment_2

    Laura Ellen Bacon http://www.lauraellenbacon.com/
    Dail Behennah http://www.dailbehennah.com/
    Lee Dalby http://tinyurl.com/ykbzro3
    Elizabeth Murton http://www.elizabethmurton.co.uk/
    Shuna Rendel http://tinyurl.com/yl9t57x
    Laura Street Objekte werden geflochten, mit Paperclay überzogen und dann im Ofen gebrannt: die Spuren sind das was bleibt.
    Kazuhito Takadoi http://kazuhitotakadoi.com/
    Lois Walpole http://www.loiswalpole.com/default.htm

    Blog_Hogan_greencatkinbowl

    Bei craft2eu stellten wir dieses Frühjahr die wunderbaren Körbe "catkin-baskets2 von Joe Hogan http://www.joehoganbaskets.com/ in der Ausstellung mit dem Titel „Natürlich“ vor: http://www.craft2eu.net/index.php?id=400&L= Diese Körbe ernteten in erster Linie Staunen.
    Doch es dauert immer etwas länger bis die Trends in Deutschland ankommen. Davon sollte man sich nicht abschrecken lassen sondern mutig, bei als Trendsetter bekannten Quellen gucken und zugreifen.

    In der Flechtkunst gibt es ausgesprochen vielfältige Strömungen, die mit dem traditionellen Handwerk oft nur noch das rein technische Procedere gemeinsam haben. Der Fokus liegt hier auf kreativ und genial eingesetzter Handwerklichkeit mit einem eher künstlerischen Anspruch.

    Zurück nach London:

    Aylieff_CAA_London

    In jeglicher Hinsicht großartig, war die Ausstellung von "Felicity Aylieff – Working to Scale" in der Contemporary Applied Art Gallery http://www.caa.org.uk . Diese 2-3 Meter hohen Keramikvasen entstanden während eines 4 monatigen Aufenthaltes von Felicity Aylieff in Mr Yu's 'Big Ware' Factory im chinesischen Jingdezhen - einem der größten Keramikzentren der Welt http://iweb.tntech.edu/cventura/Jingdezhen.htm.

    Die Keramikerin, die auch am Royal College of Art lehrt, bemalt und dekoriert die riesigen Gefässe in traditionellen chinesischen Maltechniken, das eine Mal sehr genau und naturalistisch im Dekor, dann wieder schwungvoll abstrakt.

    V&A_Hortensien-der-Farbe-wegen

    Im altehrwürdigen Victoria & Albert Museum gab es zwei herausragende Attraktionen zu bestaunen:

    Blog_tord-boontje_Blogmouldedmole

    Zunächst war die temporäre Ausstellung – geht nur noch bis zum 18.Oktober 2009!!! - „Telling Tales“ http://www.vam.ac.uk/microsites/telling-tales/ - besser gesagt, die Inszenierung! zu erwähnen. Die Werke der angesagtesten Protagonisten der aktuellen Designszene, die sich aktuell dem Design-Unikat, als Balanceakt auf dem Drahtseil zwischen Kunst und Design verschrieben haben, wurden hier in schön-schauerlichen Bühnenbildern zur Schau gestellt.

    Märchenwald- , Zauberschloss- und Unterweltatmosphäre geben den Rahmen für die junge Avantgarde, die hier ganz klar von den Niederländern angeführt wird, z.B. Tord Boontje http://www.tordboontje.com , Marten Baas http://www.maartenbaas.com Jurgen Bey http://www.jurgenbey.nl , Studio Job http://www.studiojob.nl , Niels van Eijk und Miriam van der Lubbe http://www.ons-adres.nl und einige andere mehr.

    Ich empfand den Besuch als sehr unterhaltsam. Wenn man bedenkt, dass es sich um modernes Design handelt! Hätte auch gut eine surrealistische Bühnenbild- oder Filmausstattung abgeben können. Doch irgendwas bleibt immer hängen - ... auch im Ikea-Wohnzimmer der Zukunft?

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    Wirklich beeindruckend ist die neue Keramikabteilung, die das V&A ganz oben im 6. Stock unter wunderbaren Lichtbedingungen einrichtete. Allerdings muss man ziemlich zu Anfang des Rundgangs den Grusel beim Gang durch die zusammengepferchte Studiokeramik des 20. Jahrhunderts aushalten.

    Grausam, diese ganzen freien Keramikfantasien und Auswüchse und Studien und „alles ist erlaubt“ Objekte genauso dicht und gedrängelt in die 4-stöckigen Vitrinen zu pferchen wie alles andere davor.
    Das „davor“ wird durch einen Stilkonformismus, der sich langsam und als breite Entwicklung durch die Jahrhunderte und Kulturregionen der Welt bewegte, strukturiert. Da passt alles über- und nebeneinander ohne dass der Betrachter sich mit Grausen abwendet. Ganz im Gegenteil erscheint es da anregend, lehrreich und amüsant und man schaut nach Vergleichen und kommt, je weiter die Zeit zurück reicht, aus dem STAUNEN nicht mehr heraus.

    SignsandWondersbyEdmunddeWaal.

    Besonders gelungen ist die Installation "Signs and Wonders" des Londoner Keramikers Edmund de Waals http://www.edmunddewaal.com/news.html die ganz, ganz hoch oben über den Rand der Rotunde vorlugt: 425 weisse Keramiken umkreisen das Rund vor rotem Hintergrund. Es gibt einen Katalog zu dieser Arbeit als Veröffentlichung des V&A.

    Und hier noch etwas zum Staunen:

    WhiteTeapotVaA
    Wissen Sie es? Aus welcher Zeit stammt diese abgebildete weisse kleine Teekanne?

    Die neue Keramik-Abteilung ist meine ganz dringende Empfehlung für Ihren nächsten Londonbesuch! http://tinyurl.com/yf5xmaj

    Architectural Ceramics_Room_144

    Mint_London

    Natürlich eilte ich auch die neue Heimat des M i n t shops von Lina Kanafani http://www.mintshop.co.uk/ kennen zu lernen ( sie war übrigens auch eine Jurorin im Komitee derer, die die Teilnehmer für Origin 2009 aussuchten). M i n t ist ein großzügiger, offener Raum, in dem teilweise auch Möbel-Objekte, die in „Telling Tales“ ausgestellt waren, zum Kauf gezeigt werden. Zur London Design Week, und immer noch, waren die so genannten "Escapisten" zu sehen, die modernen Geschichtenerzähler unter den Designern, die das Medium Design und Handwerk als eine interpretierende Stimme der Imagination nutzen. Lina Kanafani ist mit Max Fraser, dem Herausgeber des London Design Guide befreundet (siehe meinen Blogbeitrag vom 11.09.09 ) Diese ganzen Design-Gruppeneinteilungen sind sicher beim nächtlichen Rotwein an - was für einem ? - Küchentisch herbei diskutiert worden. Wie auch immer, es gibt ganz wunderbare Objekte bei M i n t .

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    Meine Lieblingsstücke hier waren dieses Mal die Möbel von Minja Kolehmainen http://www.minjakolehmainen.com und die Spiegelobjekte von Solenne Moriegeaud http://www.solennemorigeaud.fr – so etwas einmal bei craft2eu ausstellen zu können – das wär's. Überraschend entdeckte ich bei M i n t wieder viele Accessoires, die wir auch bei craft2eu haben. Sooo weit vorn wie M i n t haben wir unsere Designnase ja wirklich nicht. Dazu ist in Hamburg die Luft zu dünn, aber in der Weltstadt London scheint das zu gehen. Hamburg ist ja nur das Tor zur Welt – ein kleiner aber doch wesentlicher Unterschied! Thesenfitz und Wedekind versucht für ein ähnliches Konzept in Hamburg ein dickes Brett zu bohren (mit Dependance in Berlin, versteht sich) http://thesenfitz.de - finde ich sehr spannend und toll!

    Ein wenig folgte ich noch dem vorgeschlagenen Designparcour aus dem Designguide in der Gegend South Kensington. Doch ich war noch verabredet.

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    Bei Daniel Reynolds in Kenington schaute ich was das Porzellangemüse macht. Es wächst, blüht und gedeiht im kreativen Chaos seiner idyllischen Werkstatt. Er berichtete von einem Projekt für das Crosby Street Hotel, (Firmdale Hotels), das im März 2009 in New York's SoHo eröffnete und für das er eine größere Installation mit seinen feinen Gemüseporzellanen entworfen und hergestellt hat. Er versprach mir so bald wie möglich Fotos davon. Und neuen Kohl und Kürbis für die Hamburger Nischen.
    Um diesen Porzellankohl muss er sich permanent kümmern. Während unseres Gesprächs griff er immer wieder zu Skalpell, Lappen und Sprühflasche um die diversen Gemüse in ihren verschiedenen Feuchtigkeits- bzw. Trocken-Phasen optimal zu betreuen. Man konnte einen kleinen Eindruck davon bekommen, wieviel Knowhow und Fingerspitzengefühl - und sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit - dazu gehört solche schöne Prozellankohlköpfe und Kütbisse "wachsen" zu lassen. http://www.craft2eu.de/index.php?id=372&L=

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    Weiter fuhr ich mit dem Bus nach Peckham um Nic Webb zu besuchen – er ist Ateliernachbar von Merete Rassmussen, die ihre wunderbaren Keramiken auch in Origin Teil 2 ausstellte – einfach ganz unglaubliche Skulpturen die sie macht http://www.mereterasmussen.com .
    Nic Webb, eigentlich Maler, hat eher das Holz und vor allem das Löffel schnitzen für sich entdeckt. Seit 2 Jahren versucht er damit ein intensiveres Bewusstsein für die Natur, für Ursprünglichkeit und Vergänglichkeit auszudrücken. Der geschnitzte Löffel als Konzeptkunst – davon gibt es bei craft2eu demnächst mehr.
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    Ein roter Doppeldecker schaukelte mich auf bestem Aussichtsposten an allen Sehenswürdigkeiten vorbei durch das dunkel-glitzernde London bis zu Arrancina's bester Pizza http://www.arancina.co.uk/location.html und dann ab „nach hause“.

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    Ein morgendlicher Besuch bei Yvonna Demczynska in der Gallerie Flow http://www.flowgallery.co.uk eröffnete den Tag. Ihre aktuelle Ausstellung "Flow's Birthday Party Celebrations" geht noch bis zum 21. November 2009. Sie hat zehn ihrer Kunden / Sammler gebeten je einen Aussteller auszuwählen für ihre Festtafel etwas beizutragen – eine herrliche Idee. Zehn Jahre gibt es zu feiern - Donnerwetter sag ich! - und brachte Yvonna eine feine kleine Porzellantasse von Susanne Pezold mit - etwas visionäre Keramik aus Deutschland - gefiel ihr sehr gut! Einige der craft2eu-Künstler hatte ich ihr im Laufe des vergangenen Jahres vermitteln können und es war spannend zu hören wie die Resonanz in London darauf war. Es klang sehr positiv. Jetzt habe ich ihr von der Jahresmesse Kunsthandwerk im Museum für Kunst & Gewerbe erzählt http://www.kunstundhandwerkmesse.de/ – Nun wird sie endlich den Gegenbesuch in Hamburg organisieren.

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    Schliesslich rief Origin Teil 2 und meine Zeit wurde knapp. So viele bekannte Gesichter und freudige Begrüßungen! Melanie Tomlinson war auch nur zu Besuch weil sie aktuell neue Arbeiten entwickelt und ein Jahr aussetzt. Bei craft2eu gibt es noch wahre Schätze von ihr: http://www.craft2eu.de/index.php?id=332&L= . Lustige Neuigkeiten gab es bei Hanne Rysgaard und damit demnächst auch bei uns http://www.craft2eu.de/index.php?id=222&L= . Sophie Cook (Abb) hat selbst das Profil ihrer schönen Flaschenobjekte angenommen und wird im Dezember das zweite Mal Mutter. Wir suchten einige ihrer Schönheiten aus damit sie sich erstmal „in Ruhe“ diesem besondere Projekt widmen kann – davor läge aber noch ein Auftrag für eine Gruppe von 40 Gefässen sagt sie … oh, oh! Sara Moorhouse (Abb) gratulierte ich zu ihrem Westerwald-Preis, von dem sie über ihren Dozenten erfuhr. Dieser internationale Preis ist in England recht unbekannt wie ich feststellte. Das kann ja nur besser werden und Sara Moorhouse's unglaubliche Keramiken werden bald bei craft2eu zu sehen und zu haben sein!
    Der irische Tischler Joseph Walsh http://www.josephwalshstudio.com/ , den ich noch aus meinen Projekten für das Crafts Council of Ireland kenne, war auch mit eindrucksvollen Möbelobjekten vertreten. Er wird in diesem Jahr das erste Mal auf der Grassimesse in Leipzig ausstellen - Liebhaber aussergewöhnlicher Möbel sollten sich das nicht entgehen lassen! http://www.grassimesse.de
    usw.
    Fast hätte ich den Rückflug verpasst – auch alle Jahre wieder das Gleiche – und nun bin ich ganz atemlos von der Schreiberei. Das muss heute reichen – wer soll das denn alles lesen?

    Ich freue mich auf die Kommentare zum Alter der Teekanne!
    Nur zu!
    Wer am nächsten dran ist wird überrascht!

  • Wenn einer eine Reise macht,

    dann kann er was erzählen! So sagt es ein altes Sprichwort, das allerdings bis heute sehr wahr ist. Dieses Mal möchte ich das aber sehr doppelsinnig verstanden wissen. Wir erkundeten nämlich die beiden aktuellen, zentralen Ereignisse der deutschen Keramik - wir reisten nach Höhr Grenzhausen ins Keramikmuseum Westerwald und ins Keramion Frechen. Und wir trafen dort auf so viele Geschichten, dass der Blog platzen würde wenn man sie alle erzählen wollte.
    Auf beide Ausstellungen habe ich schon in einem vorausgegangenen Blogbeitrag hingewiesen - nun kommt sozusagen die persönliche Nachlese. Sehr bewusst habe ich es bisher vermieden, Zeitschriften- und Katalogbeiträge dazu zu lesen - mein spontaner Eindruck soll hier durch einige Fotos und Anmerkungen reichen. Es wird so viele Links geben, dass sich jeder interessierte Leser sich umfassend weiter infomrieren kann. Und über Kommentare, Zustimmung und Widerspruch freue ich mich natürlich gleichermaßen. Dazu ist ein Blog ja da!

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    Dieses Foto aus der Ausstellung zum Westerwaldpreis im Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen spiegelt für mich das ganze Dilemma wieder:
    Im Vordergrund sehen sie die Installation von Marie Torbensdatter Herman: "to the legion of the lost" ( http://mariehermann.dk/ ) vor der "Arche des Bildhauers" von Titus Lerner
    http://www.laik.de/katalog/kuenstl/lerner/werke.htm und im Hintergrund die Installation "99 cent" von Barbara Gröbl http://www.barbaragroebl.de/ - der Blick über die Manufaktur der Serie, das bildhauerische Drama zur Konsumkritik.

    Das Dilemma beinhaltet auch eine tiefe Verbeugung vor der Leistung der Jury, deren Auswahl wir diese eindrucksvolle Ausstellung zu verdanken haben. Sie traf auch die Entscheidung den Preis für das keramische Produktdesign nicht zu vergeben. Nicht, dass es das nicht gab. Aber die freie Kunst, Konzepte und Installationen, dominierte und drängelte unter den Bewerbungen derart, dass man die Preise lieber dort vergab.

    Und damit sind wir wieder bei den zu erzählenden Geschichten. Alle wollen Geschichten erzählen, kommentierend, assoziierend, fantasierend - in jedem Fall faszinierend!
    Gleich ob sie Bildhauer, freie Künstler oder im klassischen Sinne Töpfer sind: alle haben eine Geschichte parat. Die Jury wurde in die Situation gebracht die so genannten "Äppel mit Birnen" zu vergleichen. Lediglich die Kategorie-Definition der zu vergebenden Preise diente ihr als wackelige Krücke. Das alles verbindende Medium war der keramische Werkstoff: Ton, Porzellan, Glasur ...
    Das bedeutet in der Konsequenz, dass jeder der diese Materialien verwendet berechtigt ist am Wettbewerb teilzunehmen. Ich stehe sicher nicht alleine mit der Frage: wo soll das hinführen?

    Als ersten Eindruck vermittelte die Ausstellung eine völlig unüberschaubare Vielfalt und Beliebigkeit. Alle Themen sind vertreten und wurden auf hohem Niveau gewürdigt. Alles ist erlaubt, technisch wie thematisch - das ist die Botschaft. Da hilft nur die Nerven zu behalten und sich auf die Geschichten einlassen. Da gibt es dann viel zu entdecken - der hilflose Ausruf mancher Kunden bei craft2eu kam mir in den Sinn: "Ideen muss man haben!"

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    Die Installationen der Preisträgerinnen Beatrijs van Rheeden Installation ( http://www.beatrijsvanrheeden.nl/ , im Hintergrund eine hängende Figur von Silke Rehberg: "Wibke von Bonin, 2005" gebrannter Ton, engobiert, 140x50x60 cm ( http://mit-den-händen-sehen.de/kuenstler/rehberg/index.htm ) und die Installation Appollonia der Belgierin Marieke Pauwels (http://www.mariekepauwels.be/ )

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    Ein Blick in die Ausstellung mit dem Objekt "L'hamac" von Anna Gröber ( http://tinyurl.com/y8omz6y ) im Vordergrund sowie das Objekt "Navigation III" von Stefan Engel ( http://www.engelstefan.de/ )

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    Die gesellschaftskritische Installation "Celebrity Obsession" von Andrew Livingstone ( http://andrewlivingstone.com/ ) und das hängende Licht- und Schattenspiel von Jacob Stig Isaksen "Formwall" ( http://www.formstof.dk/ ), daneben die ornamentalen Objekte von Anita Manshanden ( http://www.anitamanshanden.nl/index.html)

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    Von der Klitzeklein-Plastik, die Gefühle zwischen Faszination und Grusel weckt, von Kirsten Brünjes ( http://www.kuenstlerinnen-bremen.de/kunst/bruenjes/ ) bis zu den Grüßen an die florentinischen höheren Töchtern der Renaissance, vermittelt durch die Haubenfrauen von Silvia Siemes ( http://www.siemes-rissler.info/ )

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    Variationen klassischer Kummenformen von Markus Klausmann ( http://www.markusklausmann.de/ ) und aufwendig im 5o'ger Jahre Look bemalte Vasen und Schalen von Carolyn Genders ( http://www.carolyngenders.co.uk/ )

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    Technische Rafinesse in reinster Form bei Tine Deweerdt "clay structures" oder Paula Bastiaansen o.T. das eher ohne Worte ( http://www.paulabastiaansen.com/ )

    Diese Beispiele müssen reichen um deutlich zu machen, dass wir es in dieser Ausstellung nicht nur mit technischen Meisterwerken zu tun haben, auch in der Form, in der materiellen Verblüffung, in den Themen - eben in allem was keramisch machbar und möglich ist. Für viele Künstler, Keramiker spielt die Ästhetik eine ganz große Rolle, doch der klare Trend geht zu inhaltsreichen Installationen und Botschaften die direkt, theatralisch und/oder philosophisch, übermittelt werden. Je weniger man auf den ersten Blick versteht umso mehr steckt dahinter!

    Nicht zu vergessen:
    Den wunderbaren Katalog zum Westerwaldpreis gibt es übrigens auch im Worl Wide Web zu bestellen: http://www.keramikmuseum.de/index_ger.html

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    Ganz besonders gelungen finde ich die Objekte von Johannes Nagel Gefäße 2008 ( http://tinyurl.com/yas8dxk ) Seine Arbeiten stehen im Westerwaldpreis und sind sogar Preisträger des Frechener Keramikpreises. Sie behandeln keramische Ur-Themen, keramische Technik und angewandte Form - und machen daraus ein freies künstlerisches Objekt, eine Installation, Reihung, die ganz dicht an der Keramik bleibt - intellektuell und formal. Das ist brillant gemacht und weit weg von jeder Beliebigkeit.
    Johannes Nagel kommt als Keramikkünstler aus der Schule der Burg Giebichenstein in Halle, die aktuell die ernst zu nehmende Avantgarde in der aktuellen Keramik stellt. Ihre Schüler sind hier wie dort, in Höhr-Grenzhausen und Frechen vertreten und haben dort auch alle Preise gewonnen.

    Natürlich sind wir auch ins Keramion nach Frechen gefahren um zu schauen was die Jugend so macht. Hier lag es in der Natur der Sache, dass die künstlerische Keramik von vorne herein dominierte. Die Bewerber für den Frechener Keramikpreis werden von Juroren vorgeschlagen und aus diesem kleinen erlesenen Kreis der Auserwählten werden die Preisträger gekürt. Keiner darf älter als 35 Jahre alt sein.

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    Yvonne Brückner, Johannes Nagel und Hwa Yoon Lee sind die Preisträger 2009 des Frechener Keramikpreises. Sie lieferten alle drei wunderbar konzipierte keramische Werke ab, die in sich schlüssig waren und inhaltlich wie ästhetisch einiges hergeben. In dem schmalen Katalog zum Keramikpreis werden all Preisträger und Teilnehmer sehr genau vorgestellt. Man kann diesen über das Keramion Frechen http://www.keramion.de/
    bestellen oder selber hinfahren: es lohnt sich, denn auch das Keramion selbst, in seiner Architektur einer Drehscheibe nachempfunden, ist eine schöne Bühne für diese Ausstellung junger Kunst.
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    Vasen - Gefäß oder Plastik? - von Juliane Herden
    http://julianeherden.blog.de/

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    Jong Hyun Park - die Plastikspielzeuge zum zusammen bauen standen Pate für die Objekte des jungen Keramikers aus Korea, der an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studiert.

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    Ein Blick durch den Ausstellungsraum, der Innen und Aussen verwebt.
    "Die Prinzessin auf der Erbse" von Anne Kückelhaus und andere Arbeiten scheinen aus (Alb)Träumen entsprungen zu sein. www.juliagarnatz.com
    Birgit Saupe, Absolventin der Kieler Muthesiusschule, setzt ihre Traum-Welten auch mit hochglänzenden Porzellanfigurinen in Szene.

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    Den figuratibven Arbeiten von Regine Bruhn haftet ein mittelalterliches Flair an - sie sind natürlich aber auch phantastisch. Die Schlechte Laune Monster steigen aus den Pilzköpfen aus und wo kriechen sie dann hin?
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    Kröte, Chamäleon und Krokodil sind nur getrocknet - sie hängen wie Präparate an der Luft und zerfallen langsam - eine makabre Demonstration der Vergänglichkeit. Regine Bruhn studiert ebenfalls an der Muthesius Schule Kiel und ist Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes. http://bruhn.animax-e.com/pilzmodelle.html

    Wer sich über die Avantgarde der künstlerischen Keramik auf dem Laufenden halten möchte sollte auch das Programm des Forum für zeitgenössische Keramik Halle
    http://www.forum-fuer-zeitgenoessische-keramik.de/ im Auge behalten.
    Das Forum zeigt keramische Plastiken, Objektkunst und Rauminstallationen. Neben Ausstellungen von renommierten Künstlern, die innerhalb der zeitgenössischen Keramik eine eigenständige Position einnehmen, ist es das Hauptanliegen des Forums, Einzelausstellungen von jungen Künstlern auszurichten, die neue Tendenzen in der Keramik aufzeigen. Aktuellen Diplomarbeiten soll Raum für eine Präsentation geboten werden.

    Das soll es erst einmal sein. Wir haben natürlich noch viel mehr gesehen und gehört. Aber für heute muss das reichen. Vielleicht kommt diese Woche noch ein "Nachschlag" - nächste Woche bin ich in London - harte Zeiten für Blogger und Blogleser!!!

  • Showtime Ausstellungseröffnung und Geburtstagsparty

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    Die größte Sensation sind wohl die sogenannten "showtime-Parties", die rechtzeitig zu unserem craft2eu Fest aus England angesaust kamen: Angela & Laurence St. Leger http://www.craft2eu.de/index.php?id=268&L= haben sich unsere Geburtstagsparty als "1 inch" hohe Miniatur ausgedacht und dann in einer Sonderedition für craft2eu realisiert und rechtzeitig zugeschickt. Wow!

    Cheers in front of 5 shooting stars!
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    Auch Kira Kotliar http://www.craft2eu.de/index.php?id=407&L=1/aus-pro_uk.htm überraschte uns sehr und brachte gleich einen craft2eu-himmelblauen Schutzengel mit, der sich nun in die Reihe der Flugobjekte über dem Büroschreibtisch einreihen wird um künftig sein gutes Karma zu verströmen. Vielen, vielen Dank dafür!

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    Wir hatten alle eingeladen um mit "drinks, snacks & surprises" die Vollendung von 5 Jahren craft2eu am Eppendorfer Weg 231 in Hamburg zu feiern. Allerdings war dieser Hinweis auf unserer Einladung zur Ausstellungseröffnung der "showtime" Ausstellung wohl etwas zu klein gedruckt geraten... - ob das dann überhaupt alle mitbekommen haben? Man ahnt es schon, das Kleingedruckte lesen ja die meisten nicht.
    Aber das Hinschauen hat sich auch dieses Mal wieder gelohnt - wie immer!

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    Und von denen die genau hingeguckt haben, durften wir glücklicherweise viele begrüßen die sich bei Geburtstagstörtchen und Prosecco köstlich über die zusammengestellten "showtime" Exponate http://www.craft2eu.de/?id=414 amüsierten und diskutierten. Die Ausstellung kann man natürlich noch bis zum 07.11.2009 bei craft2eu besuchen - so lange dauert die Ausstellung nämlich. Und diese Exponate erwarten auch ihren Besuch:

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    Einge von den gezeigten haben bereits schon eine neue Heimat gefunden, doch bis zum Ende der Ausstellung bleiben sie uns noch erhalten und können besichtigt werden.

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    Ganz besonders beglückt waren natürlich die Gewinner unserer Geburtstags-Tombola, wie z.B. der Spassvogel Stefan Fink, dem sein schönes Preis-Glas von Anneli Kraft gleich zu Kopf gestiegen ist... Was Stefan Fink sonst Tolles macht entdeckt man auf dieser Internetseite: http://www.stefanfink.de

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    Als sich der Trubel langsam gelegt hatte mussten wir feststellen, dass keiner von uns wirklich ausgiebig dazu gekommen war zu fotografieren um das Geschehen für den craft2eu-Blog festzuhalten. So bleiben uns die schöne Erinnerung und die teilweise zu Herzen gehenden Wünsche und Anmerkungen in unserem Gästebuch.
    Für so viel Anerkennung und Lob bedanken wir uns sehr und sind allerbester Dinge craft2eu auch weiter auf Qualitäts- und Überraschungs-Kurs zu halten: Wir fühlen weiter die Nische, denn das scheint ja doch nicht nur uns sehr viel Freude zu machen!

    Auf bald bei craft2eu!

  • Druckfrisch ...

    Wissen Sie eigentlich ob Sie im Geiste ein "New-Modernist", ein "Escapist", ein "Reactivist", "ein Digitalist" oder ein "Revivalist" sind?
    Nein?
    Nun, falls Sie die Absicht haben das London Design Festival vom 19.09. bis 27.09.2009
    http://www.londondesignfestival.com/ zu besuchen werden Sie wahrscheinlich auch zu einer Selbsterkenntnis an dieser Stelle kommen. Ich wette, dass sie genau das schon immer klären wollten.
    Wenn Sie aber zu den Menschen gehören, die weder Zeit noch Möglichkeit haben dieses Großereignis in der Stadt mit der angeblich lebendigsten und innovativsten kreativen Szene der Welt, leibhaftig wahrzunehmen, habe ich einen Tip für Sie:
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    Ab dem 24.September gibt es ein fein gemachtes Paperback-Bändchen im Taschenformat, herausgegeben von Max Fraser: London Design Guide 2010. Natürlich erscheint es zum Design Festival hat aber in Wirklichkeit nichts damit zu tun. Im Gegenteil: es sorgt dafür, dass man sich auch vom 26.November bis 3. Dezember 2009 oder vom 1. bis 4.April 2010 - d.h. jederzeit - sein ganz eigenes Design"festival" in London zusammenstellen kann, weil endlich mal alle hippen Orte der Stadt, Designläden, Gallerien, Restaurants und Bars, Hotels und ungezählte weitere Desgntipps nach Statdquartieren geordnet vorgestellt werden: jedes mit Photo und umichtiger Beschreibung des Konzeptes - sehr informativ und intensiv!
    Und es gibt auch einige redaktionelle Beiträge - auch dieses Bändchen bietet ihnen also die Klärung der Frage an, ob Sie im Geiste ein "New-Modernist", ein "Escapist", ein "Reactivist", "ein Digitalist" oder ein "Revivalist" sind! http://www.londondesignguide.com/2009/08/
    Ich wette, dass mein Exemplar "London Design Guide 2010" völlig zerfranst und speckig sein wird und mit größten Vergnügen von seinem Nachfolger "London Design Guide 2011" ersetzt werden will: es lebe die Unabhängigkeit von Terminen!

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    Frisch aus der Druckerei kommt der kleine feine und sehr komplette Führer "Galerien in Hamburg" Herbst/Winter 2009/2010. Klein und dick ist er noch gehaltvoller geworden und nun auch nach Stadtteilen geglieder, was sehr sinnvoll ist.

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    Heute war auch der Trendführer "Interior Trends 2010" der imm Cologne in der Post - riecht auch gut ;-) und ist schick und schlicht gemacht, mit vielen guten Ideen und Fantasie, Fantasie: das Unkonventionelle wird hier wahrlich gefeiert, das Besondere, die Geschichten, die Exklusivität des Einfachen. Er wurde gestern offiziell auf einer Pressekonferenz in Stockholm vorgestellt.
    Besonders freut uns natürlich, dass wir auch diverse Dinge beisteuern durften damit die Sache rund wird:
    Gläser von Uschi Ullmann http://www.craft2eu.net/index.php?id=413&L=1/index.php?eID=tx_cms_showpic
    MC Kannen von Michael Hinterleitner http://www.craft2eu.net/index.php?id=406&L=1/inhalt.htm
    und das Sticktässchen von Claire Coles http://www.craft2eu.net/index.php?id=297&L=1/index.php?eID=tx_cms_showpic

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    Auch ganz neu und frisch gedruckt ist unsere Einladungskarte für "showtime" - unsere nächste Ausstellung, die vom 23.09. bis 07.11.2009 unseren Showroom im wahrsten Sinne des Wortes beleben wird. Mit ihr feiert craft2eu auch 5 Jahre am Eppendorfer Weg 231! Am Sonnabend den 26.09.2009 gibt's deswegen "drinks, snacks and surprises" von 11 bis 18 Uhr - man muss ja die Feste feiern wie sie fallen!
    Die ersten "Gäste" sind auch schon eigetroffen und in unserem Lager ist ein aufgeregtes Wispern und Flüstern....
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  • wir machen Werbung

    Dass die Objekte die wir für craft2eu recherchieren und auswählen gerne von den großen Interior Zeitschriften und Magazinen für redaktionelle Themenproduktionen ausgeliehen werden, dass hat sich ja inzwischen herumgesprochen. Ein Blick in unseren Pressespiegel auf der Internetseite (den wir versuchen immer so tagesaktuell wie möglich zu halten) beweist dies seit längerem recht eindrucksvoll: http://www.craft2eu.net/index.php?id=14&L=

    Besonders erlesene Stücke aber, finden Sie auch von Zeit zu Zeit in den Broschüren/Katalogen von Firmen wieder. Ganz aktuell beispielsweise im Katalog der Firma JAB Anstoetz, die in diesem Jahr ihre Flächenvorhänge "Hemisphere" mit der Unterstützung von craft2eu-Objekten in Szene setzt: http://www.jab.de/de/flaechenvorhaenge

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    Vor dem Vorhang namens "bellavista" verteilen sich die exquisiten Porzellangemüse des londoner Designer Daniel Reynolds: http://www.craft2eu.net/index.php?id=372&L=

    hemisphere_charmy
    Die transparenten Streifen der Vorhänge namens "Charmy" finden ihren Widerhall in den hauchzart gedrehten Ringelschalen (aus Porzellan) von Billa Reitzner aus München: http://www.craft2eu.net/index.php?id=226&L=

    hemisphere_fortuna

    "Fortuna" nennt sich die Gardine, deren florales Dessin von Anna Sykoras Porzellangefässen begleitet wird: http://www.craft2eu.net/index.php?id=65&L=
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    Und das Wollweiss der Vorhänge namens "Orino" wird perfekt begleitet von den Porzellanvasen der Londonerin Annette Bugansky - Die Vasen haben eine Strickstruktur und feine Haptik: http://www.craft2eu.net/index.php?id=248&L=

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    "Scan" Vorhänge schaffen die rechte Kulisse für die kaum an Eleganz zu überbietenden Porzellangefässe von Sophie Cook: http://www.craft2eu.net/index.php?id=244&L=

  • Alles Keramik!

    In diesen Tagen schaut alles was sich für Keramik interessiert in den deutschen Westen.
    Denn am vergangenen Wochenende wurde bereits zum 12. Mal der international renommierte Westerwaldpreis vergeben.

    Seit Juni 2008 lief die Ausschreibung zu diesem Wettbewerb, der alle fünf Jahre ausgelobt wird.
    Er wird vom Westerwaldkreis ausgeschrieben, um herausragende keramische Arbeiten handwerklicher wie künstlerischer Art im Rahmen eines Wettbewerbes und einer Ausstellung im Keramikmuseum Westerwald zu präsentieren.

    Mit diesem Wettbewerb, der Jurieriung, der folgenden Preisvergabe sowie der Ausstellung soll der Dialog um Keramik und Kunst in der Region gefördert und der kulturelle Austausch innerhalb Europas gepflegt werden.
    Am vergangenen Freitag den 28. August war es dann soweit und die mit Spannung erwartete Preisverleihung im Westerwaldmuseum fand statt.
    Folgende Preise wurden verliehen:

    Der Preis für Salzbrand, Steinzeug und Porzellan wurde geteilt und ging zu gleichen Teilen, dotiert mit je 2500 Euro an:

    Aage Birck, DK - http://tinyurl.com/kkqdcx
    und
    seitenwind
    Nathalie Schnider-Lang, D http://www.schnider-lang.de/

    sara-moorhouse-h18W27
    Der Preis für Gefäss, Form, Dekor, dotiert mit 5000 Euro wurde Sara Moorhouse, GB verliehen http://www.caa.org.uk/exhibitions/exhibition-archive/2006/take-me-home/sara-moorhouse.html

    In der Kategorie Freie Arbeiten, Skulptur, Installation wurden, entsprechend der großen Anzahl an Bewerbungen in hoher Qualität, 2 Preise zu je 5000 Euro vergeben an:

    PauwelsBonesweb12_ger
    Marieke Pauwels, BE http://www.mariekepauwels.be/
    und an

    Rheedenhuidig2009
    Beatrijs van Rheeden, NL http://www.beatrijsvanrheeden.nl/

    Josseline
    Den Förderpreis, der mit 4000 Euro dotiert war ging an Josseline Engeler, D -
    Sie ist seit 2003 Studentin der Freien Kunst an der „Muthesius Hochschule für Kunst und Gestaltung“, Kiel. Seit 2004 Studium in der Fachklasse für Freie Kunst und Keramik bei Professorin Kerstin Abraham. Von September 2006 bis September 2007 Erasmusstipendium an der „Faculdade de Belas Artes do Porto“. Einen sehr informativen und spannenden Bericht über ihr Projekt dort finden Sie hier: http://tinyurl.com/lfazwr

    Für den Bereich Design/ Serie  wurde nach einstimmigem Urteil der Jury 2009 kein Preis vergeben. Es wurde sogar empfohlen, die Sparte Design durch eine gezielte, kuratierte und im Voraus auserwählte Präsentation guten Designs mit anschließender Vergabe eines Preises zu ersetzen.

    Insgesamt hatten sich 692 Bewerber und Bewerberinnen beworben. 282 Künstler und Künstlerinnen wurden aufgefordert, ihre Arbeiten zur Objektjury anzuliefern - 235 wurden in die Ausstellung im Keramikmuseum Wasterwald aufgenommen, die noch bis zum März 2010 dort zu sehen sein wird ... bevor sie dann auf eine Tournee durch internationale Museen aufbricht.

    Die hochkarätige Jury bestand aus internationalen Fachleuten und Sie hatte sicher keine leichte Aufgabe zu bewältigen. Vorbesichtigung, Diskussionen zu Beurteilungskriterien, Austausch unterschiedlichster Argumente für und wider … Auf dem Keramik-Symposium, das am 29. August 2009 im Keramikmuseum Westerwald stattfand, wurde sicher noch an vielen der aufgekommenen Fragen weiter diskutiert.

    Alle Juroren entschieden sich im Übrigen für eine persönliche Belobigung an eine Künstlerin, einen Künstler, um eine Arbeit besonders hervorzuheben.
    Die persönlichen Belobigungen der international besetzten Jury gingen an:

    schleifenbaum
    Elaine o Henry, USA
    http://www.elainehenry.com/ an Charlotte Schleifenbaum, D, Design http://tinyurl.com/l6hkcf


    Nani Champy, F
    - http://nanichampy.ifrance.com/index-france.html an Hwa Joon Lee, D, Skulptur

    TommyBoPetersen
    Caroline Cheng, China http://tinyurl.com/mbekrt und http://www.daiichiarts.com/ an Tommy Bo Petersen, GB Gefäß http://tinyurl.com/n3m4x7

    Prof. Gerhard Hahn, D (Design und Gestaltung an der HS Niederrhein) an Franz Julien, D, Skulptur
    Prof. Frank Louis, Österreich ( Abteilung für Keramik an der Kunstuniversität Linz an Barbara Gröbl, D Skulptur http://www.barbaragroebl.de/
    Helga Gerhardus, Geschäftsführerin des Landschaftsmuseums Westerwald, an Simon Taylor, GB, Skulptur http://www.studiopottery.co.uk/profile_images.php?section=potters&id=212&name=Simon-Taylor
    Monika Gass, Leiterin Keramikmuseum Westerwald - an Tunde Piroskar Molnay, Rumänien

    Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
    Und im Vorfeld dieser 12. "Wettbewerbsausstellung 2009" zeigt das Museum in einer Rückschau, die in der Sammlung des Hauses inventarisierten Ankäufe aus den Westerwaldpreis-Wettbewerben seit 1973.


    KERAMIKMUSEUM WESTERWALD

    D – Höhr-Grenzhausen
    Lindenstrasse 13
    www.keramikmuseum.de

    Neben diesem Grossereignis der Keramik scharrt auch schon der Nachwuchs mit den Hufen:
    der Keramikpreis 2009 der Frechener Kulturstiftung wird in diesem Jahr 2009 schon zum 15.Mal vergeben

    Er versteht sich als Förderpreis für keramische NachwuchskünstlerInnen, die 1974 oder später geboren sind und ihre Tätigkeit in Deutschland ausüben. Er ist mit drei Geldpreisen in Höhe von jeweils 1.500 € ausgelobt. Auch wenn sich der Keramikpreis zunächst als Auszeichnung für Gefäßkeramiker verstand, ist seit 2006 die Qualifizierung von künstlerischen Aussagen in allen Keramikbereichen möglich: Gefäß, Plastik, Relief/Bild, serielle Keramik, architekturbezogene Keramik und Installation. Zusätzlich wurde in diesem Jahr zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit der STEINZEUG Abwassersysteme GmbH in Frechen ein vierter Preis als Projektpreis ausgelobt.

    Die fünf Vorschlagberechtigten sind
    Gabriele Beßler Kunsthistorikerin - http://www.perlentaucher.de/buch/32465.html , Gabi Dewald Fachjournalistin - http://www.keramikgruppe.de/html/gruppe.html , Doris Kaiser Keramikerin http://www.doris-kaiser.de/ ,
    Martin Möhwald Keramiker - http://www.zeitkunstgalerie.de/zeitkunstgalerie/Ausstellungen/1231943093
    und Renate Wunderle Galeristin - http://www.b15-wunderle.com/

    Sie haben 15 Teilnehmer für den Wettbewerb ausgewählt, deren Werke schon am 06.11.2009 um 11.00 Uhr in einer öffentlichen Vorbesichtigung in Augenschein genommen werden können. Die Preisträger werden allerdings erst am 20.9.2009 um 11.00 Uhr im Rahmen einer feierlichen Eröffnung bekannt gegeben.
    Hier die Liste der eingeladenen Nachwuchskeramiker, die ihre künstlerischen Arbeiten präsentieren - ich habe Links hinzu gefügt soweit vorhanden - sie können ja schon einmal ihren persönlichen Favoriten küren und dann schauen wie treffsicher ihr Urteil ist!
    Wer bessere Links ergänzen kann sollte das unbedingt als Kommentar hier mitteilen!

    Lidia Beleninova http://www.burg-halle.de/3252.html ,
    Yvonne Brückner http://www.burg-halle.de/keramik-arbeiten.html?&no_cache=1 ,
    R_Bruhn2503
    Regine Bruhn http://bruhn.animax-e.com/index.html ,
    Jana Bütje,
    Juliane Herden http://julianeherden.blog.de/ ,
    Anna Holzhauer http://www.kunst-wettbewerb.de/holzhauer/ ,
    Tubahan Karnas http://tinyurl.com/lhh4xw ,
    Anne Kückelhaus http://www.annekueckelhaus.de/03_arbeiten/indexde.html ,
    DSCN5470
    Kordula Kuppe http://kordulakuppe.blog.de/ , gibt's auch bei www.craft2eu.net
    Hwa Yoon Lee,
    Johannes Nagel http://tinyurl.com/nkf3zc ,
    Jong Hyun Park,
    Birgit Saupe,
    Kathrin Schwarz http://www.burg-halle.de/keramik-arbeiten.html?&no_cache=1
    Katja Uhlmann http://www.frankenthal.de/index.php?id=3003 .

    Neben jungen Keramikern, die schon durch den Gewinn anderer Preise auf sich aufmerksam machen konnten, sind auch einige Überraschungen vertreten.
    Auffällig in diesem Jahr ist der besonders hohe Anteil an Installationen.
    Teilnehmer für den Projektpreis wurden nicht nominiert.

    Die Fachjury, der neben den Vorschlagberechtigten der Keramiker Michael Cleff http://www.michael-cleff.de/ und die Sammlerin Hannelore Seiffert http://www.portalkunstgeschichte.de/kunstgeschehen/?id=1639 angehören, hat die Preisträger bereits im August ermittelt - aber schweigt still (!).
    Zur Ausstellungseröffnung am 20. September 2009 werden die Preisträger dann bekannt gegeben.

    Stiftung KERAMION
    Bonnstraße 12
    50226 Frechen
    http://www.stiftung-keramion.de/

    Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
    Genug für heute im craft2eu Blog - viel Spass bei der keramischen Entdeckungsreise ;-)

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